Futterliste für Hasen
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Futterliste für Hasen
von still_alive am 13.08.2009 21:39Trockenfutter, Drops & Co.
...benötigen Kaninchen überhaupt nicht! Die irrtümliche Meinung wird von der futtermittelproduzierenden Industrie natürlich unterstützt. Doch die angegebenen Bestandteile sind im schlimmsten Falle sogar schädlich für Kaninchen oder stimmen nur zur Hälfte. Auch die so viel gepriesenen Pellets sind in der überwiegenden Mehrzahl leider nur grün gefärbte Getreidereste in gepresster Form. Kaninchen benötigen kein Getreide. Dieses verklebt im schlimmsten Fall den Verdauungstrakt, was bei Kaninchen zu schweren Gesundheitsstörungen führen kann. Dick werden die meisten Kaninchen auf jeden Fall von diesem viel zu kalorienreichen und ungesunden Futter.
Gut als Leckerli: Trockenobst- und Gemüse
Wasser
Auch Wasser muss für das Tier den ganzen Tag verfügbar sein. Selbst wenn man den Eindruck hat, das Tier trinkt kaum. Wie bei Menschen ist es auch hier ganz unterschiedlich, wieviel Flüssigkeit benötigt wird. Überlassen Sie dies der Wahl des Tieres.
Bieten Sie das Wasser nicht in Trinkflaschen an. Diese mögen für Sie praktischer sein, nicht aber für das Tier. Durch die Art und Weise der Anbringung wird das Kaninchen in eine unnatürliche Kopfhaltung gezwungen. In freier Natur trinken Kaninchen aus Pfützen, Bächen und sonstigen Gewässern und halten dabei den Kopf in Richtung Boden.
Brot, Zwieback, Knäcke
...verbieten sich schon von allein, denn sie beinhalten fast nur Getreide, welches wie oben erwähnt, schädlich ist für Kaninchen.
Kräuter
Eigentlich sollte das Heu schon Kräuter enthalten, doch jahreszeitlich bedingt ist die Vielfalt nicht immer gegeben. Daher sollten Sie getrocknete Kräuter zum Heu mischen. Nicht nur, dass diese überaus gesund sind und die unterschiedlichsten Wirkungsweisen haben, es schmeckt den Kaninchen hervorragend.
Frische Kräuter sind genauso gern gesehen und kleine Leckereien für Zwischendurch. Petersilie, Dill, Basilikum sind der absolute Hit für Kaninchen und wahre Wunderkräuter.
Salz- und Mineralsteine
Auch hier gaukelt Ihnen die Industrie einen Bedarf vor, der nicht vorhanden ist. Bei artgerechter und abwechslungsreicher Fütterung benötigen Kaninchen diese Zusätze nicht! Im Gegenteil: durch zu häufige Nutzung können die Tiere eher krank werden oder durch das Knabbern einen vermehrten und damit ungesunden Zahnabrieb begünstigen.
Frische Zweige und Äste
Um Abwechslung in den Speiseplan zu bringen und für einen Abrieb der Zähne zu sorgen, sind Zweige, Äste und Blätter hervorragendes Futter. Sie sollten allerdings mit Bedacht auswählen, ob Sie diese aus dem eigenen Garten oder von Wald und Wiese nehmen, da eine Abgasbelastung ausgeschlossen werden sollte.
Gemüse
Foto
Verabreichung
Bemerkung
Aubergine
Selten
nur ganz reife Früchte dürfen ohne Grün verfüttert werden
Blattspinat
Selten
wegen des hohen Oxalsäureanteils nur in geringen Mengen und langsam anfüttern
Blumenkohl
Selten
Kohlgewächs kann bei Überfütterung aufgasend wirken, langsam anfüttern
Broccoli
Täglich
stärkt Abwehrkräfte, Kohlgewächs kann bei Überfütterung aufgasend wirken
Champignons
Selten
Chicoree
Täglich
äussere, welke Blätter entfernen, kann bei Überfütterung zu Durchfall und Blähungen führen
Chinakohl
Täglich
kann bei Überfütterung zu Durchfall und Blähungen führen
Eisbergsalat
Selten
äussere, welke Blätter entfernen, Salate immer vorsichtig füttern, kann zu Blähungen und Durchfall führen
Endivien
Selten
enthalten einen sehr hohen Gehalt an Mineralstoffen, wirkt Galle und harntreibend sowie appetitanregend
Feldsalat
Selten
siehe Eisbergsalat
Fenchel
Täglich
eignet sich sehr gut bei Verdauungsbeschwerden, hat einen hohen Vitaminanteil
Grünkohl
Selten
guter Vitaminspender und Winterfutter, bei Überfütterung kann dieser zu Blähungen und Durchfall führen
Gurken
Täglich
schälen, kann in großen Mengen zu Durchfall führen
Karotte
Täglich
gutes Winterfutter, kann Urin verfärben
Karottenkraut
selten
stark kalziumhaltig
Knollensellerie
Täglich
schälen, gutes Winterfutter
Kohlrabi
Selten
schälen, Kohlgewächs kann bei Überfütterung aufgasend wirken
Kohlrabiblätter
Selten
siehe Kohlrabi
Kürbis
Selten
schälen, keine Zierkürbisse
Mais-Maisblätter
Selten
Maisblätter sind frisch und getrocknet sehr gesund, Maiskolben hingegen enthalten viel stärke und sollten daher nur selten verfüttert werden
Mairüben
Täglich
enthält viel Vitamine und ist gut verdaulich, Knolle sowie das Blattwerk können verfüttert werden
Mangold
Selten
wegen des hohen Oxalsäureanteils nur in geringen Mengen verfüttern
Paprika
Selten
Kerne und Strunk entfernen, Paprika enthält viel Vitamin C
Pastinake
Täglich
gutes Winterfutter
Petersilienwurzel
Täglich
hochwertiges Winterfutter
Radieschen-Blätter
Selten
nur die Blätter verfüttern, Radieschen enthalten Stoffe welche die Atemwege reizen können
Romanesco
Selten
sehr vitaminhaltig, kann bei Überfütterung zu Durchfall und Blähungen führen
Rosenkohl
Selten
siehe Kohlgewächs
Rote Bete
Selten
schälen, in geringen Mengen füttern, kann Urin verfärben
Rote Tomate
Selten
alles Grüne entfernen - giftig! Kann bei Überfütterung zu Durchfall führen
Rucola
Selten
enthält sehr hohe Mengen an Nitrat daher nur in kleinen Mengen füttern
Spargel
Selten
sollte nur selten gegeben werden, wirkt stark harntreibend
Schwarzwurzel
Selten
nur geschält verfüttern, wirkt harntreibend (geringe Mengen)
Staudensellerie
Täglich
gutes Winterfutter
Steckrübe
Täglich
schälen, gutes Winterfutter
Stielmus
Selten
siehe ebenfalls Eisbergsalat
Topinambur
Täglich
die gesamte Pflanze kann verfüttert werden, die Knollen hingegen sollten nur sehr selten bis gar nicht auf dem Speiseplan stehen.
Zucchini
Selten
schälen
Obst
Foto
Verabreichung
Bemerkung
Ananas
Selten
schälen, Hilfreich beim Fellwechsel
Apfel
Täglich
Kerne entfernen
Banane
Selten
schälen, kann bei Überfütterung zu Verstopfung führen
Birne
Selten
kann zu Durchfall führen
Brombeere
Selten
Erdbeere
Selten
Blätter können mit verfüttert werden, grüne Stiele entfernen
Hagebutte
Selten
frisch oder getrocknet als Leckerli, hoher Vitamin C Gehalt
Heidelbeere
Selten
Blätter und Äste
Himbeere
Selten
Honigmelone
Selten
Schale und Kerne entfernen
Johannisbeere
Selten
geringe Mengen verfüttern, Äste und Blätter dürfen ebenfalls gegeben werden
Kirsche
Selten
Kern entfernen, keine Tollkirschen
Kiwi
Selten
schälen, Hilfreich beim Fellwechsel
Mandarine
Selten
Schale und Kerne entfernen
Wassermelone
Selten
Schale und Kerne entfernen
Weintrauben
Selten
Kerne entfernen
Kräuter frisch / getrocknet
Bemerkung
Basilikum
Wirkt appetitanregend, krampflösend und beruhigend
Birkenblätter
Wirken harntreibend, entwässernd und entgiftend. Sie regen den Stoffwechsel an
Borretsch
Siehe Gurkenkraut
Brennnessel
Wirkt harntreibend, blutreinigend, entschlackend und verdauungsfördernd. Regt den Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem und fördert die Blutbildung
Brombeerblätter
Wirken beruhigend, schleimlösend und blutreinigend. Auch anzuwenden bei leichtem Durchfall, soweit Krankheiten ausgeschlossen werden können.
Dill
Wirkt appetitanregend, milchbildend, krampflösend, verdauungsfördernd und nervenberuhigend. Er wirkt bei Verdauungsproblemen, Koliken und Blähungen und stärkt das Immunsystem
Estragon
Wirkt harntreibend, appetitanregend, entblähend und verdauungsfördernd
Frauenmantel
Wirkt beruhigend, entzündungshemmend, blutreinigend, blutstillend und wundheilend
Fichtensprossen
Wirken entzündungshemmend, schleimlösend und keimtötend
Gänseblümchen
Wirken stoffwechselanregend, schmerzlösend, krampflösend, appetitfördernd und blutreinigend. Sie fördern die Wundheilung.
Geißraute
Wirkt milchbildend
Gurkenkraut
Wirkt fiebersenkend und hilft auch bei Husten, Ekzemen und Hautausschlag. Gurkenkraut wird auch Borretsch genannt.
Hibiskus
Wirkt leicht abführend, krampflösend, harntreibend, galletreibend, blutdrucksenkend, entzündungshemmend und antibakteriell. Hibiskus findet auch Anwendung bei Ekzemen.
Himbeerblätter
Wirken beruhigend, schleimlösend, blutreinigend und gebärmutterstärkend (während der Trächtigkeit).
Hirtentäschelkraut
Wirkt wehenfördernd und sollte nicht an trächtige Häsinnen verfüttert werden
Hopfenblüten
Wirken beruhigend und appetitanregend
Huflattich
Wirkt entzündungshemmend. Sollte selten gegeben werden, da große Mengen zu Leberschäden führen können.
Johanniskraut
Wirkt appetitanregend, kreislaufstabilisierend und hilft bei Unruhe und Nervosität. Das Öl daraus wirkt desinfizierend, schmerzstillend, gewebebildend und wundheilend. Johanniskraut kann besonders lichtempfindlich machen.
Kamillenblüten
Wirkt verdauungsfördernd, entzündungshemmend, entblähend, entkrampfend, krampflindernd und wundheilend.
Kerbel
Wirkt blutreinigend, entwässernd und stärkt den Magen
Klee
Wirkt aufgasend, deshalb nur in kleinen Mengen verfüttern. In der Blütezeit sollte er allerdings nicht verfüttert werden, da Blausäure abgespalten wird.
Knoblauch
Wirkt antibiotisch, entblähend und entspannend. Bitte nur in minimalen Mengen anbieten
Kornblumenblüten
Wirkt harntreibend und gegen leichte Magen-/Darmprobleme
Koriander
Wirkt entblähend, appetitfördernd, entkrampfend und gegen leichten Durchfall
Kresse
Wirkt appetitanregend und blutreinigend. Bitte nur in geringen Mengen anbieten
Liebstöckel
Wirkt verdauungsfördernd und wehenfördernd. Achtung: Nicht an trächtige Tiere verfüttern!
Lindenblätter
Wirken stark harntreibend, deshalb nur kleine Mengen verfüttern
Löwenzahn
Wirkt blutreinigend, harntreibend, appetitanregend, milchbildend, entschlackend und regt den Stoffwechsel an.
Luzerne
Wirkt entwässernd und sollte wegen des hohen Kalziumgehalts nur in geringen Mengen verfüttert werden.
Majoran
Wirkt entkrampfend und harntreibend
Malve
Wirkt reizlindernd bei Husten oder Entzündungen im Maul
Mariendistel
Wirkt leberreinigend, verdauungsregulierend und entgiftend. Guter Rohfaserlieferant
Melisse
Wirkt beruhigend, krampflösend, verdauungsfördernd, bakterienhemmend, pilzhemmend und schmerzstillend.
Minze
Wirkt appetitanregend, keimtötend, verdauungsfördernd, krampflösend, schmerzstillend, entzündungshemmend, schleimlösend, desinfizierend, abstillend und durchblutungsfördernd.
Achtung: Nicht an trächtige und säugende Häsinnen verfüttern, da die Milchbildung verringert wird
Oregano
Wirkt verdauungsfördernd und bei Erkrankungen der Atemwege
Petersilie
Wirkt harntreibend, appetitanregend, krampflösend und wehenfördernd. Wegen des hohen Kalziumgehalts nur in geringen Mengen verfüttern.
Achtung: Nicht an trächtige Tiere verfüttern!
Pfefferminze
Wirkt appetitanregend, keimtötend, verdauungsfördernd, krampflösend, schmerzstillend, entzündungshemmend, schleimlösend, desinfizierend, abstillend und durchblutungsfördernd.
Achtung: Nicht an trächtige und säugende Häsinnen verfüttern, da die Milchbildung verringert wird.
Ringelblumenblüten
Wirken entzündungshemmend, appetitanregend, blutreinigend und krampflösend
Rosenblätter/-knospen
Wirken blutreinigend, durchfallhemmend und stärken das Herz-/Kreislaufsystem
Rosmarin
Wirkt appetitfördernd, verdauungsfördernd und stärkt den Kreislauf
Rotklee/-blüten
Wirkt entzündungshemmend bei Schleimhautentzündungen und aufgasend, deshalb nur in kleinen Mengen verfüttern. In der Blütezeit sollte er allerdings nicht verfüttert werden, da Blausäure abgespalten wird
Salbei
Wirkt entzündungshemmend, desinfizierend, durchfallhemmend, keimtötend, verdauungsfördernd und abstillend.
Achtung: Nicht an trächtige und säugende Häsinnen verfüttern, da die Milchbildung verringert wird.
Sauerampfer
Wirkt verdauungsfördernd, fiebersenkend und blutbildend. Wegen des hohen Oxalsäuregehalts nur selten verfüttern.
Schafgarbe
Wirkt appetitfördernd, entkrampfend, wehenfördernd, durchfallhemmend und verdauungsfördernd.
Achtung: Nicht an trächtige Tiere verfüttern!
Schlüsselblume
Wirkt harntreibend und erleichtert das Abhusten bei Atemwegserkrankungen
Schnittlauch
Wirkt aufgasend (Zwiebelgewächs), bakterienhemmend, appetitanregend, verdauungsfördernd, schleimlösend und stärkt das Kreislaufsystem.
Achtung: Nur in ganz kleinen Mengen verfüttern, da es zu Aufgasungen kommen kann. Getrockneter Schnittlauch ist verträglicher, aber auch hier nur kleine Mengen von geben.
Sonnenblumenblüten
Wirkt fiebersenkend.
Achtung: Nur die Blütenblätter (und die Pflanze) verfüttern, nicht die Kerne
Spitzwegerich
Wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd, entzündungshemmend, keimtötend, reizlindernd und schleimlösend.
Taubnesseln
Wirken entzündungshemmend, entkrampfend, fiebersenkend, blutreinigend und verdauungsfördernd.
Thymian
Wirkt schleimlösend, hustenreizstillend, desinfizierend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd und antibiotisch.
Topinambur
Wirkt verdauungsfördernd, enthält viele Mineralien, Spurenelemente, Vitamine und hat prebiotische Eigenschaften (Nahrungsgrundlage für verschiedene Darmbakterien)
Vogelmiere
Wirkt blutreinigend, stoffwechselfördernd, juckreizstillend, antiviral und stimulierend auf das Immunsystem.
Weidenblätter
Wirken entzündungshemmend, fiebersenkend und schmerzstillend.
Achtung: Wegen des hohen Gerbsäureanteils nur in kleinen Mengen verfüttern.
Weißdorn
Wirkt durchblutungsfördernd und herzstärkend.
Wermut
Wirkt appetitanregend, entblähend, krampflösend, verdauungsfördernd und durchfallhemmend.
Zitronenmelisse
Wirkt beruhigend, krampflösend, verdauungsfördernd, bakterienhemmend, pilzhemmend und schmerzstillend.
Äste + Laub
Verabreichung
Bemerkung
Ahorn
Selten
--
Apfelbaum
Täglich
--
Birke
Selten
Blätter wirken stark harntreibend
Birnenbaum
Täglich
--
Buche
Selten
Blätter enthalten viel Oxalsäure
Erle
Selten
nur in kleinen Mengen füttern
Esche
Selten
Früchte, Beeren und Knospen nicht füttern
Fichte
Selten
hoher Anteil an ätherischen Ölen
Haselnuss
Täglich
--
Heidelbeerbusch
Täglich
hoher Anteil an ätherischen Ölen
Johannisbeerbusch
Täglich
--
Kastanie
Selten
ohne Frucht
Kiefer
Selten
hoher Anteil an ätherischen Ölen
Linde
Selten
Blätter wirken stark harntreibend
Pappel
Selten
--
Tanne
Täglich
keine Weihnachtsbäume!
Weide
Selten
enthält viel Gerbsäure

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